Bafa See

Bafasee

Der Bafa Gölü (Bafasee, auch Çamiçi Gölü) ist ein aus einem früheren Meeresarm entstandener Binnensee an der Westküste der Türkei. Er hat eine Größe von rund 60 km², also rund 15 % der Größe des Bodensees.

Lake Bafa (4).JPG

Geschichte

In der Antike besaß der spätere Bafasee noch eine direkte Anbindung an das Mittelmeer und hieß Latmikos kolpos (Bucht von Latmos, Latmischer Meerbusen), nach dem Gebirgszug des Latmos (Beşparmak), der am Nordostufer beginnt und sich weiter nach Osten zieht. Eine ebenfalls Latmos genannte Stadt dort hieß später Herakleia am Latmos. Ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. schnürten die vom Großen Mäander aufgrund der von Menschen verursachten Entwaldung im Einzugsgebiet abgelagerten Sedimente den See von der Ägäis ab. Das Wasser ist immer noch leicht salzig.

Der Bafasee ist ein geeignetes Gebiet zum Wandern und zur Naturbeobachtung. Es gibt dort mehr als 100 verschiedene Vogelarten und über 120 Orchideensorten.

Wenn man von der Hauptstraße aus um das Südende des Sees in Richtung Herakleia fährt, eröffnen sich interessante Felsformationen entlang des Sees bis hin zum Latmosgebirge. Auf dessen Ostseite ist es möglich, mit ortskundigen Führern bis hoch in den hinteren Latmos aufzusteigen, um dort prähistorische Höhlen mit bis zu 80 cm hohen Felsmalereien zu besichtigen.

Rund um den See gibt es nur kleine Pensionen, denn hier wurden Hotelbauten verboten, um Landschaft, Flora und Fauna zu erhalten.

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