Kalynda

(Kalunda-Kalundeus)

Stadt in Karien oder Lykien, ca. 4 km Ö von Dalaman, 32 km NW von Fethiye. Der antike Ort Kalynda liegt nur wenige Kilometer östlich des Sadtzentrums von Dalaman. Vom Kreisverkehr an der Hauptstraße von Dalaman biegt man nach Osten ab und fährt etwa 3 km auf der Hauptstraße bis zu einem Abzweig nach Süden. Nach einem weiteren Kilometer erreicht man die Schule im Vorort Şerefler, bei der man direkt wieder nach Osten auf einen Schotterweg abbiegt. Diesem, auch mit einem normalen Auto einfach zu befahrenden Weg, folgt man etwa 700 Meter in südliche Richtung, um in einer scharfen Kurve wieder nach Norden abzubiegen. Nach nochmals 600 Meter endet der Weg vor einem Pumpenhaus. Hier muss man das Auto abstellen und die restlichen 200 Meter in Süd-östliche Richtung zu Fuß zurücklegen.
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Kalynda liegt auf einem kleinen Hügel östlich oberhalb von Şerefler, einem Vorort von Dalaman. Das antike Stadtgebiet ist wenig überwachsen und es weißt wenig Geröll oder sonstige Hindernisse auf. Es ist somit einfach zu begehen; festes Schuhwerk sollte ausreichen. In Kalyanda gibt es keinen Wärter und es ist kein Eintrittspreis zu bezahlen.
Kalynda erscheint in der athenischen Tributlisten Listen mit ein Talent und wird zweimal durch Herodot erwähnt: einmal, dass es in der Nähe von Kaunos lag, und ein Mal liefert es ein Schiff zu Xerxes ‘Flotte.
Nach Zeno Papyri scheint es, dass die Stadt in der 3. Jahrhundert im ptolemäischen Händen war. Sie war immer noch unabhängig um 200 v. Chr.  Vor 164 v. Chr. war sie unter der Kontrolle von Kaunos, in diesem Jahr revoltierte Kalynda und wurde zu Rhodes durch den römischen Senat gegeben.
Die seltenen Kalynda Münzen sind von späthellenistischen Zeit, keiner scheint unter dem Kaiserreich geprägt worden zu sein. Es wird von Plinius, Ptolemäus und Stephanos aufgeführt, aber erscheint nicht in der byzantinischen Bischofssitz Listen.

Der Standort Kozpinar stimmt gut mit der alten Mitteilungen, insbesondere stellt Strabo (651) fest das sie 60 Stadien vom Meer entfernt ist; der tatsächliche Abstand beträgt 9,6 km. Der Hügel, von mäßiger Höhe, von einem Ringmauer, eher grobe polygonale Mauerwerk umschlossen, gekrönt stellenweise von einer mittelalterlichen Mauer. Der Stil variiert, aber einige Teile zumindest scheinen aus der d frühe hellenistische Zeit.
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Am N Ende ist ein Turm oder kleine Burg in zwei Kammern unterteilt; das Mauerwerk ist gut und mit einer Tür auf der N-Seite. Es gibt zwei oder drei andere Türme. Keine Überreste von öffentlichen Gebäuden sind nachzuweisen, aber sehr viele Bausteine, geschnittenen und ungeschnittenen sind über das ganze Gebiet verstreut und Hausfundamente sind an vielen Stellen erkennbar. Das Fehlen von römischen Ruinen ist spürbar und stimmt mit der Geschichte des Ortes überein.
Kalynda
Damasithymos(Δαμασίθυμος). Dynast von Kalynda in Karien. Sein Vater, Kandaules, trug einen lydisch bezeugten Namen. D. nahm 480 v.Chr. als Taxiarchos eines karischen Flottenkontingents am Zug des Xerxes gegen Griechenland teil (Hdt. 7,98). In der Seeschlacht bei Salamis fand er den Tod, als Artemisia von Halikarnassos sein Schiff versenkte, um der Verfolgung durch ein athenisches Schiff zu entgehen (Hdt. 8,87; Polyain. 8,53,2).

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