Vogelbeobachtung in der Umgebung

Wie in den meisten Feuchtgebieten so auch hier, teilt die Zugzeiten das Vogeljahr in zwei unterschiedliche Abschnitte: die Sommer- und die Winterhälfte. Die Sommersaison bringt uns eine Vielzahl an Sperlingsvögeln: Singvögel, Zweigsänger, Würger; wovon viele auch in Gökova brüten. Die Winterzeit gibt uns die Möglichkeit, grössere Vögel zu beobachten. So können hier Grau- und Seidenreiher, Enten, Gänse, Regenpfeifer und Limikolen imWinter beobachtet werden. Auch Raubvogelarten sieht man häufiger in der Regenzeit. Viele Zugvögel benutzen auf ihrer langen Reise die Ebene zum Ausruhen. Vögel wie Sichler, Kuhreiher, Löffler, Bienenfresser, Blaurakken, Rotfussfalken und Rötelfalken kann man besonders in den Monaten April/Mai und September/Oktober beobachten. Neben einer alten Storchenkolonie in einem der umliegenden Dörfer beherbergt Gökova 192 Vogelarten. Unter den 60 Brutvogelarten befinden sich auch seltene und global geschützte Arten wie der Braunliest oder die Schleiereule.

In Akyaka, besonders entlang des Flusses und im Unterholz des Pinienwaldes zwischen Stadtverwaltung und „Gabelbaum“, ist der vielstimmige Vogelgesang zur Brutzeit wirklich ein Erlebnis. Auf der Wanderung von Akyaka nach Inişdibi singen Nachtigall, Amsel, Hausrotschwanz und verschiedene Meisenarten die Melodie, während Mittel-, Klein-, Blut- und Grünspecht den Rhythmus schlagen. Der Türkenkleiber trägt das Solo bei.

In der Nacht, auf dem Rückweg von einem Fischessen achten Sie auf die Rufe der Schleier- und Zwergohreulen und der Stein- und Sperlingskäuze. Im Winter zwitschern im Wald Rotkehlchen und verschiedene Zweigsänger, vorherrschend ist jedoch dann der Ruf des Eichelhähers.

Auf den verschiedenen Wanderungen entlang des Flusses zur Ebene finden sich Gartenvögel, wie Hausrotschwanz, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Meisenarten und Ammern. Näher an der Ebene ist es möglich, Würger und Steinschmätzer, Bluthänflinge und Erlenzeisige zu sehen. Dort sind auch Mäuse- und Adlerbussarde, Rohr- und Kornweihen, Sperber und Habichte, sowie vereinzelt Adler- und Falkenarten zu beobachten.

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Nach rechts dem Weg in die Ebene folgend (Siehe „Vögel im Feuchtgebiet“), leben im Gesträuch am Wegesrand Hausrotschwänze, Schwarzund Braunkehlchen, Zaunkönig, Dorngrasmücke, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Weidensperling. Auf den Feldern können wir KalanderKurzzehen-, Stummel-, Hauben- und Heidelerchen; neben dem Steinschmätzer, Isabell-, Mittelmeer- Steinschmätzer, Grau- und Halsbandschnäpper, Neuntöter, Schwarzstirn-, Rotkopf- und Maskenwürger, Rabenkrähe, Stare, Ammern, Stieglitze und vereinzelt Raben beobachten.

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Auf den Leitungsdrähten sehen wir Blauracken, Türken- und Turteltauben, Mehlund Rauchschwalben, Elstern, Wiedehopfe, Schwarzkopfammern und Bienenfresser. Der Himmel ist voll mit Mauer- undAlpenseglern, Felsenschwalben und Lerchenarten.

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Nach Westen, in der Mitte der Ebene, finden wir in den Sträuchern und Bäumen entlang des „Araplar“ Kanals Seidensänger, Schlagschwirl, Samtkopf- Grasmücke, Blaßspötter, Fitis, Meisen- und Ammernarten, ausserdem Stieglitze, Grün- und Buchfinken sowie Zweigsänger wie Dorngrasmücken.

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Im Kanal selber leben Bläss-, Moorhühner und Wasserrallen. Im Tamarisken-Gürtel und im Schilf erwarten Sie unterschiedlichste Zweigsänger. Die im Sommer vorherrschenden und nie verstummenden Vogelstimmen sind natürlich die des Drossel- und Teichrohrsängers. Hier haben Sie auch die Chance, Gelbspötter und Schlagschwirl sowie, wenn auch seltener, Zaun und Türkenammer zu sehen. Im Winter finden Sie hier in den Tümpeln zwischen Ried und Tamarisken Entenarten wie Pfeif-, Schnatter-, Stock-, Spieß- und Tafelenten Kehren wir auf den alten Weg, der das Feuchtgebiet durchzieht, zurück und folgen ihm in Richtung Akçapýnar, kommen wir an eine Weggabelung, an der wir nach rechts abbiegen. So erreichen wir das rechts der Strasse liegende, im Winter überflutetete und daher sehr vogelreiche Brachland. In den Sträuchern am Wegesrand sind seltene Arten wie Häherkuckuck, Hekken- und Cistensänger zu beobachten.

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Zur Regenzeit und während des Frühlingszuges, wenn die Wiesen überflutet sind, ist die Vogelbeobachtung hier eine wahre Freude. An den Rändern des Schilfes finden wir Rohr- und Zwergdommeln; in den Tümpeln tummeln sich Uferschnepfen, Kampfläufer, Regenpfeifer- und Strandläuferarten, Schnepfen, Brachvögel und Watvögel wie Rot- und Grünschenkel.

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An den Rändern können wir Seiden-, Silber-, Kuh-, Grau-, Nacht- und Purpur- und Löffelreiher, Rostgänse und Sichler beobachten. Ist der Winter sehr kalt, bringt ein zweiter Vogelzug Höckerschwäne, Brandgänse und manchmal Krauskopfpelikane. Die trockenen Bereiche der Flutwiesen wimmeln von Lerchen-, Piepern- und Bachstelzenarten. Am Ende der Strasse links am Strand ist der Kamm des Wellenbrechers der beste Platz für ein Teleskop. Von hier aus können wir am besten den Fluß („Kanlı Azmak“), die vorher durchquerten Habitate und die seichten Strandausläufer übersehen. Im Flachwasser gibt es Kormorane, manchmal Flamingos, Taucherarten, Schwarzkopf-, Zwerg-, Lach- und Silbermöwen; Zwerg-, Trauer-, Fluß-, Weißflügel- und Raubseeschwalben zu beobachten.

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Halten Sie Ausschau nach seltenen Arten wie Korallenmöwen, MittelmeerSturmtauchern, Dreizehenmöwen, Mittelsägern, Lach- und Brandseeschwalben. Der Strand ist normalerweise bevölkert mit Limikolen wie Regenpfeifern und Starndläufern. Im Frühling ist diese Stelle auch geeignetum an den Hängen nach Chukar- und anderen Rebhühnern sowie Wachteln Ausschau zu halten. Diese Arten kann man auch von der Spitze des Çalca Hügels gut beobachten (Siehe: „Çalca Hügel“). Von hier gibt es zwei Möglichkeiten umzukehren; entweder am Strand entlang (Siehe: Vögel im Feuchtgebiet) nach Akyaka oder zur Weggabelung zurück, rechts bis zur Asphaltstraße und diese überquerend, nach
Akçapýnar. Dort haben wir die Möglichkeit eine alte Storchenkolonie zu sehen (Siehe: „Storchkolonie Akçapınar). Die Störche kommen im März/April an, beginnen ihren aufwendigen Nestbau und beginnen Ende April zu brüten. Im Mai können wir dann die Jungvögel in ihren Nestern beobachten. Die Jungen fliegen dann zur „Ausbildung“ in die Ebene, und kehren bei Einbruch der Dunkelheit in ihre Nester zurück . Mitte August machen sich die Störche wieder auf ihren Weg nach Süden.

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Wenn wir eine Wanderung durch den Pinienwald gewählt haben, bemerken wir, daß Monokulturwälder nicht die Vielfalt eines Misch- oder Primärwaldes bieten, dennoch gibt es interessante Arten zu beobachten. Mittel-, Klein-, Blut- und Grünspecht, Eichelhäher, Türkenkleiber, TrauerTannen-, Blau- und Kohlmeisen, Buchfink, Wendehals, nachts auch Schleier- und Zwergohreulen sowie Stein- und Sperlingskäuze sind hier zu sehen.

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Im dichten Unterholz, in Olivenhainen oder in Laubbäumen finden wir Nachtigall, Amsel, Rotkehlchen, Mönchs- und Samtkopfgrasmücken, Blaßspötter, Fitis, Schnäpper- und Würgerarten. Eine Wanderung entlang des Flusses lässt uns Moor- und Bläßhühner, Zwergtaucher, Wasserrallen und Eisvögel sehen; mit etwas Glück können wir sogar den Braunliest entdecken, der unser Gebiet kürzlich zum „Wichtigen Vogelgebiet“ mit nationalem IBA Status gemacht hat.

(IBA = Important Bird Area)

Bahar Suseven

Kaynak: akyaka.org

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