Barfussweg Jakobsbad – Gontenbad

Tageswanderung  Region Appenzell
Schwierigkeit: leicht

Einkehrmöglichkeit: Jakobsbad, Gonten, Gontenbad, Appenzell, Schwende, Weissbad, Wasserauen

Anreise: Bahn über Gossau SG nach Jakobsbad (Halt auf Verlangen)

Rückreise: Bahn ab Wasserauen

Gonten

Jakobsbad  – Gontenbad – Appenzell – Weissbad – Wasserauen

Gemütlich von Bad zu Bad im Appenzellerland:

◦ a) Barfussweg Jakobsbad – Gontenbad (wird im Winter als Winterwanderung präpariert)

◦ b) Gontenbad – Appenzell

◦ c) Appenzell – Weissbad – Wasserauen (wird im Winter als Winterwanderung präpariert)

Je nach Lust und Laune erwandert man die ganze Strecke in einem Tag, wählt ein Teilstück aus oder macht daraus zwei Wellnesstage. Appenzell mit seinen vielen attraktiven Läden, dem schönen Ortsbild, den Museen und weiteren Besichtigungsmöglichkeiten eignet sich bestens für einen längeren Aufenthalt – ein Blick auf die Gruppenangebote macht glustig: http://www.appenzell.ch

a) Barfussweg Jakobsbad – Gontenbad

◦ Im Moorgebiet zwischen Jakobsbad und Gontenbad wandert man grösstenteils auf weichen Wiesenpfaden, wo man getrost die Schuhe einpacken und die Natur hautnah erspüren kann.

◦ Wer grössere Kinder dabei hat, wird nicht umhin kommen, in Jakobsbad die Bobbahn zu testen oder sie auf dem Seilpark klettern zu lassen. Kleinere Kinder geniessen während dieser Zeit den attraktiven Spielplatz neben der Talstation der Kronberg-Seilbahn (mit Bistro-Kiosk); im alten Kurhaus auf der andern Seite der Strasse kann man nicht mehr einkehren.

◦ Teil der Alpenpanoramaroute Nr.3: http://map.wanderland.ch

1.30 h, aufwärts 60 m, abwärts 50 m Jakobsbad 869m – Camping – Gonten 902m (0.45 h) – Büel 912m – Torfmuseum (0.25 h) – Moos – Gontenbad 883m (0.20 h)

Der Barfussweg ist durchgehend mit hellgrünen Wegweisern und gelben Füssen am Boden markiert. In Jakobsbad beginnt der Pfad links vom Seilbahngebäude und folgt zunächst dem Bahngeleise und dreht nach einer komfortablen Feuerstelle dem Wissbach entlang zum Campingareal. Unterwegs gibt es Gelegenheit, im Bach ein Kneipp-Fussbad zu nehmen.

Wir machen einen Schwenker zum Bauernhaus mit der mächtigen Linde, wo die Kühe mit der speziellen Kratzeinrichtung ebenfalls Wellness betreiben. Ein weicher Wiesenpfad führt über die Ebene, im Blick die Hundwiler Höhi und Gonten, unser nächstes Ziel. Stündlich fährt ein roter Zug vorbei. Vor der Kirche Gonten streifen wir das Dorf – eine Einkehr in einem der blumengeschmückten Restaurants lohnt sich.

Zurück beim Dorfeingang, folgen wir dem Wiesenpfad über die Ebene zum Büelhügel. Auf der andern Seite des Hügels führt der Weg neben einem Kiesträsschen zum schönsten Abschnitt des Barfusswegs, dem Moorgebiet. Wo früher Torf abgebaut wurde, wird das Moor heute geschützt und gepflegt. In einer der Torfhütten ist ein frei zugängliches Museum untergebracht; daneben kann ein Arm-Kneippbad genommen und die Füsse im Sumpfweg gesuhlt werden. Weiter führt der schöne Weg zwischen Golfplatz und Moos; entfernt sehen wir den Säntis.

Zwischen Kuhweiden wandern wir nach Gontenbad, wo neben dem Gebäude des Natur-Moorbads eine Wascheinrichtung zum Reinigen der Füsse bereitsteht. Wer ein Moorbad geniessen möchte, kann sich in einer (kostenpflichtigen) Badewanne relaxen. Einkehrmöglichkeit nebenan im Kurhaus Bad Gonten; Bahnverbindung (Halt auf Verlangen).

Bobbahn und Kronbergbahn Barfussweg Nähe Gonten Hotel Bären, Gonten  Sumpfweg beim Torfmuseum

b) Gontenbad – Appenzell

1.10 h, aufwärts 30 m, abwärts 130 m Gontenbad 883m – Biberen (0.20 h) – Kreuzung Moos 776m (0.20 h) – Appenzell Landsgemeindeplatz (0.20 h) – Appenzell Bahnhof 785m (0.10 h)

◦ Wer Lust hat, kann weiter bis Appenzell barfuss wandern, zumindest im ersten Teil – im zweiten Teil läuft man auf Hartbelag.

◦ Appenzell ist zwar touristisch und wird viel besucht, wirkt aber trotzdem sehr authentisch. Die Einheimischen erlebten wir als überaus gastfreundlich.

Wir queren die Strasse vor dem Natur-Moorbad und gehen kurz hangaufwärts, wo unsere Route rechts abzweigt, ein Bächlein kreuzt und als Wiesenweg dem Hang entlang führt. Wir treffen auf ein Strässchen, das wir nach 150 m wieder verlassen, und wandern leicht abwärts, bis wir bei Biberen die Fahrstrasse streifen. Von nun an gibt es jeweils mehrere Varianten nach Appenzell – wir folgen den Nummern 3 (Alpenpanoramaweg) und 44 (Weg der Jakobspilger). Ein schöner Weg führt uns dem Bach entlang und durch offenes Gebiet zur Ortstafel Appenzell an der Entlastungsstrasse. Bei der Strassenkreuzung haben wir das Glück, einen Alpabzug vorbeiziehen zu sehen – trotz harter Arbeit summen die Sennen zufrieden ein Jodellied. Wir folgen dem separaten geschützten Gehweg bis zur Appenzeller Käserei. Nach diesem Gebäude führt unser Weg über Quartierstrassen (Sandgrube, Hauptgasse) direkt ins Dorfzentrum von Appenzell, dem Landsgemeindeplatz. Hier lohnt sich eine Besichtigung der Fussgängerzone mit den vielen hübschen Läden und Restaurants, der Kirche und dem Museum. Zum Bahnhof Appenzell geht es halbrechts, den schwarzen Infotafeln entlang.

Weg nach Appenzell Alpabzug Landsgemeindeplatz Appenzell

c) Appenzell – Weissbad – Wasserauen

◦ Ab Adlerplatz Appenzell praktisch alles auf Kies- und Wiesenwegen 2.20 h, aufwärts 110 m, abwärts 30 m Appenzell Bahnhof 785m – Adlerplatz – Schwimmbad (0.30 h) – Spielplatz Steinegg (0.25 h) – Weissbad 816m (0.25 h) – Schwende 838m (0.30 h) – Wasserauen 868m (0.30 h) Vom Bahnhof Appenzell gehen wir ins Dorfzentrum und rechts durch die Hauptgasse, an der Kirche vorbei zum Adlerplatz. Dort überqueren wir die Sitter und wandern ihr entlang bachaufwärts. Nach Unterquerung der Bahnbrücke zweigt rechts ein Fussweg ab, der im Halbkreis (Bleichi-Wiese) dem Lauf der Sitter folgt. Auf der andern Seite der Sitter befindet sich das Schwimmbad von Appenzell. Wir bleiben noch ein Stück auf unserer Seite, bis wir auf die Weissbadstrasse einmünden, wo wir Geleise und Strasse in einem kurzen Schwenker nach rechts queren. Im Wäldchen gehts nun der andern Seite der Sitter entlang bachaufwärts. Grosser Picknickplatz mit Feuerstelle.

Die nächste Sehenswürdigkeit ist eine schöne gedeckte Brücke. Im Uferwald, mehrheitlich dem Vita-Parcours entlang, wandern wir bei Blumenau (Steinegg) an einem neu erstellten Spielplatz (mit Kletterwand) vorbei. Bei Ibach queren wir die Sitter und folgen dem Weg zum Hof Ober-Au; schöner Blick auf Kamor und Hohen Kasten. Beim nächsten Haus lädt eine Schaukel zum Innehalten ein. Unser Weg mündet kurz vor Weissbad in das Teersträsschen ein, das ebenfalls von Appenzell (via „Unterrain“) nach Weissbad führt – es ist zwar auch als Wanderweg markiert, ist aber durchgehend geteert.

Wieder überqueren wir die Sitter, wandern am gediegenen Kurhaus Weissbad vorbei und gelangen auf die Weissbadstrasse, der wir für 150 m bis zum Rest.Loosmühlefolgen. Zwei Varianten führen nach „Wasserauen“ – wir nehmen die rechte Spur bergauf. Der Kiesweg mündet in ein Fahrsträsschen, zweigt aber nach 200 m wieder links ab. Durch die Weide, dann hinunter zur Sitter und dem Ufer entlang, wandern wir weiter talaufwärts. Links sehen wir die Bahnstation Schwende; wir bleiben auf unserer Seite. Auf schönen Wiesenpfaden gehts dem Hang entlang, dann über die landwirtschaftliche Ebene Richtung „Wasserauen“. Eine winzige Kapelle, kleine Bachläufe und der Blick in die Berge sind weitere Höhepunkte dieses Abschnitts.

In der Nähe des Forschersteins dreht der Weg zur Fahrstrasse. Die Bahnstation Wasserauen erreichen wir in 5 Minuten der Strasse entlang, an der Talstation des Ebenalp-Lifts vorbei.

Sitterbrücke Steinegg schattige Uferwege Ober-Au Kapelle Wasserauen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s